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It is not the going out of port, but the coming in that determines the success of a voyage. - Henry Ward Beecher

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Montag, 15. Februar 2010

The Imaginarium of Doctor Parnassus

Gestern abend haben wir uns in karnevalistischer Anti-Manier zur Spät(eren)-Vorstellung vom Imaginarium of Doctor Parnassus geschleppt. Parnassus ist der aktuelle Film von dem verschrobenen Meisterkopf Terry Gilliam, der uns Filme wie Life of Brian und Brazil und das von mir geliebte 12 Monkeys brachte -- aber auch den gefürchteten "Reboot" der Brothers Grimm.

Zugleich ist dies auch der letzte Film, in dem Heath Ledger kurz vor seinem Tod teilnahm. Durch geschickte Rewrites wurde seine Rolle storymäßig so umgewoben, dass sie von Johnny Depp, Jude Law und Colin Farell beendet werden konnte.

Die Story entfaltet sich ungefähr so: Der durch einen Pakt mit dem Teufel unsterbliche Dr. Parnassus ist nach einigen tausend Jahren des Lebens ein verarmter Freakshow-Zirkus-Artist und reist mit seinem Trupp durch London. Der Clou seiner Show: Durch einen magischen Spiegel kann er Leute in eine Zauberwelt entführen, wo ihre Seele entweder dem Guten oder Bösen zugeführt werden kann. Mittendrin seine junge Tochter - und die soll mit ihrem 16. Geburtstag vom Teufel "eingelöst" werden.

Keine guten Aussichten für den Herrn Parnassus, also beginnt eine mystische Hetzjagd auf mehr Seelen, einen weiteren Pakt für/gegen den Teufel - und noch mehr mittendrin ein Gedächtnisverlorener Tony (Heath Ledger et al), der eine entscheidende Rolle zu spielen scheint...
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Geschrieben von garvin in Kino / Video um 21:48 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
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Dienstag, 2. Februar 2010

And the Nominees are...

Weil ich ja jedes Jahr auf's neue die potentiellen Oscar-Gewinner falsch voraussege, mach ich dieses Jahr eine kleine Variation davon.

Die Oscars zu denen ich garkeine Ahnung habe lasse ich natürlich raus. Zeichen sind kostbar.

Best Motion Picture

Ich sage: Inglorious Basterds. Toller Charakterfilm. Alternativ auch gern A Serious Man.
Jury sagt: Avatar
Bitte Bloß nicht: Avatar, weil es als "Best Movie" ja wirklich nur ein Pocahontas-Ripoff ist. Und District 9, weil das höchstens ein "Best Short Movie sadly bumped up to a Motion Picture which Should Not Have Ever Happened".

Best Performance by an Actor in a Leading Role

Ich sage: George Clooney (Up in the Air). Zwar nicht gesehen, aber der Trailer is toll. ;)
Jury sagt: Morgan Freeman.

Best Performance by an Actress in a Leading Role

Ich sage: Meryl Streep (Julie and Julia)
Jury sagt: Helen Mirren

Best Performance by an Actor in a Supporting Role

Ich sage: Christoph Waltz (Inglourious Basterds)
Jury sagt: Christoph Waltz (Inglourious Basterds)
Bitte Bloß nicht: Matt Damon. Der ist einfach kein Oscarmaterial. Trotzdem hab ich den Film noch nicht gesehen. ;)

Best Performance by an Actress in a Supporting Role

Ich sage: Maggie Gyllenhall. Die find ich ja toll, und für den Film muss sie bestimmt belohnt werden. Hab ich natürlich nicht gesehen.
Jury sagt: Penélope Cruz. Die schleimt sich immer ein.
Bitte Bloß nicht: Penélope Cruz. Die schleimt sich immer ein.

Best Achievement in Directing

Ich sage: James Cameron (Avatar). Das zu regisseurieren ist schon ne Meisterleistung.
Jury sagt: James Cameron.

Best Writing, Screenplay Written Directly for the Screen

Ich sage: Quentin Tarantino (Inglorious Basterds). Aber für die Coens würd ich mich auch freuen.
Jury sagt: Quentin Tarantino.
Bitte Bloß nicht: Bob Peterson/Pete Docter für Up. Das war schon arg klischeeig.

Best Writing, Screenplay Based on Material Previously Produced or Published

Ich sage: Up in the Air
Jury sagt: Up in the Air
Bitte Bloß nicht: District 9. Siehe oben.

Best Achievement in Cinematography

Ich sage: Avatar. Einfach bestaunbar.
Jury sagt: Avatar.
Bitte Bloß nicht: Harry Potter. Grau in Grau fand ich jetzt nicht so cinematographisch.

Best Achievement in Editing

Ich sage: District 9. Das einzig gute an dem Film war das Editing.
Jury sagt: District 9

Best Achievement in Art Direction

Ich sage: Avatar. Schon wieder. Sagte ich schon "hübsch"?
Jury sagt: Avatar.
Bitte Bloß nicht: Sherlock Holmes. Pappmachée.

Best Achievement in Costume Design

Ich sage: Nine
Jury sagt: Nine

Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Score

Ich sage: Up. Recht passend und schön.
Jury sagt: Up.
Bitte Bloß nicht: Horner und Zimmer, den Einheitsbrei kann ich bald nicht mehr hören.

Best Achievement in Sound

Ich sage: Star Trek.
Jury sagt: Avatar.

Best Achievement in Visual Effects

Ich sage: Avatar. Der is ja sowas von klar, da müsste man garkeine anderen mehr nomnomnomieren.
Jury sagt: Avatar.

Best Animated Feature Film of the Year

Ich sage: Coraline. Mochte ich zwar nicht, aber ist mal was anderes als der Pixar-Einheitslook.
Jury sagt: Up

Geschrieben von garvin in Kino / Video um 17:58 | Kommentare (2) | Trackbacks (0)
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Freitag, 29. Januar 2010

A Serious Man

Getreu dem Motto meines letzten Blogartikels endlich mal wieder ein Filmbericht. Mit Christoph, dem netten Serienjunkie vom Arbeitsplatz nebenan, bin ich am Mittwoch in Köln in A Serious Man gegangen.

An dieser Stelle stand eigentlich eine hübsche Beschreibung über die Story des Films. Ich habe mich aber bewusst entschlossen, die Story aussen vor zu lassen. Da ich in den Film auch ziemlich jungfräulich ging, war das Erleben des Films der Teil, der am meisten Spaß gemacht hat. Und da ich am Ende dieses Kurzreviews den Film mit Nachdruck empfehlen werde, soll niemandem der Filmgenuss ohne genaue Storykenntnis verwehrt bleiben.

A Serious Man ist der aktuelle Film der Coen-Brüder, die für solche Werke wie O Brother Where Art Though oder No Country for Old Men verantwortlich sind. In klassischer Coen-Tradition verfällt auch dieser Film, der im wesentlichen eine Charakter-Odyssee ist.

Große Teile des Films werden mit starrer Kamera gedreht, es gibt kaum Bewegung. Die Charaktere und der Dialog stehen im Vordergrund, jeder Wortwechsel ist ein Genuss. Dabei wechseln sich subtiler Humor, dunkler Humor, Slapstick und Drama in einer Weise ab, die man tatsächlich nur aus Coen- oder Tarantino-Filmen kennt. Im einen Satz lacht man noch lauthals, im nächsten fühlt man einen Klos in den Hals nachrutschen.

Wer die Geduld hat, sich auf die gemächlich vorgetragene Gefühlswelt des Hauptcharakters einzulassen wird belohnt mit Analogien und spirituellen Grundfragen des Lebens.

Bekanntere Hollywood-Nebendarsteller haben lustige oder tragische Nebenrollen, die den Film für mich stark aufgelockert haben. Der minimalistische Soundtrack hat mich begeistert, und die Kulissen eines prüden, jüdischen Amerikas der 1960er waren fantastisch anzusehen. Diese Blumenvasen, Lampen, Tapeten, Schränke - man fühlt sich, als würde man während des Filmes in genau diesen Orten mit dabei sein.

Der Serious Man hat zahlreiche Stellen, an denen man sich haareraufend fragt, was die jeweilige Szene jetzt gerade "soll". Irgendwie habe ich aus jeder noch so abstrusen Szene etwas ziehen können, egal ob Humor oder Nachdenklichkeit. Das große Ganze muss man sich wohl selbst dazu denken, aber dazu bietet der Film genügend deutungsfähige Szenen.

Im kurzen: David Lynch meets Seth McFarlane. Abstrusität meets skuriler Humor.

Ich habe es geliebt, und kann jedem auch nur eindringlich die Version im O-Ton empfehlen. Eine möglicherweise um die jiddische Sprache gekürzte und glattgebügelte Deutsche Version dürfte viel von dem Charme verlieren.

9 IMDB-Punkte.


****.
Geschrieben von garvin in Kino / Video um 17:59 | Kommentare (0) | Trackback (1)
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Dienstag, 15. September 2009

Inglourious Basterds

Der eigentliche Grund meiner Blogneubefüllung ist der Kinofilm, den ich gestern abend gemeinsam mit Claudia endlich ins müßige Abendprogramm einschieben konnte:

Inglourious Basterds.

Nach der ersten Filmstunde war mir klar, dass ich da so etwas großartiges anschaue, dass ich unbedingt im Blog darüber schreiben muss. Also wollen wir doch mal sehen, ob ich im Laufe meines Textes begründen kann, warum dieser Film ein gefühlter Meilenstein des Kinos ist.
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Geschrieben von garvin in Kino / Video um 18:08 | Kommentare (6) | Trackbacks (0)
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District 9

In letzter Zeit wurde es Kino-Reviewmäßig etwas ruhig hier. Meist fand ich die Filme nicht mehr richtig rezensionswürdig, da ich auch immer etwas zu spät dran war. Die Reviews dann auf eayz.net zu lesen reichte mir aus um zu wissen, dass andere eh schon das schreiben, was ich sonst zu versenfen hätte.

Aber damit ich das Schreiben nicht ganz verlerne, mal wieder etwas Eigenleistung zu District 9.

Meine derzeitige Zero-Information-Policy hat sich von Videospielen auch auf Filme ausgeweitet. Meist wird man von Hypes ja sowieso nur enttäuscht, so dass ich mich wenn es konkret wird, wenig über Filme und Spiele informiere und mir lieber selber eine Meinung anhand des echten Materials bilde und maximal einen Filmtrailer gucke.

So war es bei District 9, dessen Trailer eindrucksvoll von einer scheinbaren Notlandung einiger Millionen Aliens in Johannesburg berichtete. Insektenartige und völlig unterfütterte Aliens kamen mit einem gigantischen Raumschiff auf die Erde, und wurden von den Menschen erstmal gewohnheitsmäßig in Afrika ghettoisiert.

Dokumentationsartig befasst sich District 9 mit dieser fiktiven Geschichte und zeigt, wie sich hilfsbedürftige Aliens und Menschen in so einer Situation wohl verhalten würde, und wie sie miteinander auskommen. Die Kurzversion natürlich: They don't.
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Geschrieben von garvin in Kino / Video um 17:47 | Kommentare (2) | Trackbacks (0)
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Donnerstag, 6. August 2009

Kino: Harry Potter 6, Ice Age 3

Das ist mal wieder typisch: Deutschlands Sommerwetter ist entweder zu schwül, regnerisch oder heiß. Und dann, wenn es mal endlich mit guten Temperaturen ohne Hitzewelle lockt, kommen die besten Kinoknüller raus.

So ist meine Kino-Queue in dieser Zeit so groß wie noch nie: Harry Potter 6, Ice Age 3, Brüno, Public Enemies und The Hangover.

Zumindest für die ersten beiden Filme hat es schon gereicht. Harry Potter 6 war für mich ein recht klassichischer Potter ohne wirkliche Überraschungen, positiv wie auch negativ. Der extrem dunkle Ton der letzten beiden Filme scheint etwas zurückgenommen worden zu sein, zugunsten einer etwas wenig liebevoll umgesetzten Schnitzeljagd nach magischen Items. Ich hatte mich auf einem gefühlt 5-Stündigen Film vorbereitet, und mir oft gedacht, was ich da sehe ist alles noch Exposition - immer im Bewusstsein, da kommt ja noch 2 Stunden an Filmmaterial.

Und plötzlich war der Film rum, und gefühlt ist kaum etwas passiert. Die Liebes-Sidequests fand ich stellenweise sehr lustig, wenn auch wenig ergiebig. Das ganze Magische drumherum kam mir zugunsten Bäng-Boom-Explosionen und Zaubertränken etwas kurz, aber man merkt dem Film deutlich an, dass er den Ton für das große Finale setzen will. Und darauf bin ich gespannt.

Ice Age 3 versucht, die Ausquetschung einer Filmidee in Serienform zu perfektionieren - und schafft es auch irgendwie. Der Film fühlt sich beinahe an wie eine Serienfolge - alles was da auf dem Bildschirm passiert ist enorm witzig, erheiternd, schließt an voriges an, entwickelt Charaktere weiter - aber es ist halt deutlich More of the Same.

Der neu eingeführte Charakter Buck ist großartig, und trägt den Film über weite Strecken. Wir haben ihn im 3D-Kino gesehen, was für mich immer ein zusätzlicher Genussbonus ist. Otto Waalkes als Sid find ich nach wie vor brilliant besetzt, die drei Mini-Dinos sind megasüß - da bleibt sonst nur wenig hervorzuheben. Wer Ice Age mag, ist auch mit dem dritten Installment bestens unterhalten.

Ice Age 3: 8 IMDB-Punkte
Harry Potter 6: 6 IMDB-Punkte
Geschrieben von garvin in Kino / Video um 11:32 | Kommentar (1) | Trackbacks (0)
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Donnerstag, 14. Mai 2009

Star Trek XI

Das war also mein großes Hype-Event. Nach gefühlten 10 Jahren mal wieder ein Star-Trek-Film im Kino: Star Trek XI.

Der von mir durch Lost und Alias geschätzte JJ Abrams soll also das Star-Trek-Franchise rebooten und in die Moderne transferieren. Dazu hat sich JJ der originären Star-Trek-Besetzung angenommen (Kirk, Spock, Scotty und Co) und sie mit einer Mischung aus bekannten und unbekannten Look-alike-Stars besetzt.

Im vorhinein gab es relativ viel positive Kritik zu dem Film. JJ soll einen guten Mittelweg aus kreativem Freiraum und Fanbeglückung gewählt haben, Star Trek sei fun, watchable.

Was gibt es also schöneres, also so eine Aussage mit zwei Star-Trek-Homies verifizieren - gemeinsam mit Lorenz und Wolfram habe ich mich relativ stark gehyped in die O-Ton-Vorstellung gewagt...
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Geschrieben von garvin in Kino / Video um 08:51 | Kommentar (1) | Trackbacks (0)
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Donnerstag, 7. Mai 2009

Crank 2

Lang ist's her, dass ich Crank gesehen habe. Damals habe ich 4 IMDB-Punkte vergeben, weil ich den Film hauptsächlich nervig geschnitten fand und total unrealistisch überdreht.

Dennoch hat mich der Hype um Crank 2 gepackt. Kurz bevor wir einen Firmenausflug nach Riga gemacht haben (mehr dazu wann anders) bin ich also mit 2 Kollegen kurzerhand in den Film gegangen.

Crank 1 handelte davon, dass Chev Chelios von einem Gangsterboss vergiftet wurde und er sich mit Adrenalinstößen am Leben halten musste, um sich zu rächen. Irgendwie hat er das überlebt, und tritt in Crank 2 einen ähnlichen Kampf an: Ihm wird sein Herz geraubt, und ausgestattet mit einem Kunstherz versucht er sich zu rächen. Und muss sich diesmal mit Stromstößen am Leben halten.

Kurzum: Crank 2 toppt den Vorgänger in allen Belangen. Der Schnitt ist noch rasant, aber deutlich besser mitzuverfolgen. Alle Actionsequenzen sind noch lustiger, noch härter, noch extremer ausgelegt. Alle Bösewichte sind noch abgedrehter, noch lustiger, noch individueller. Und Chev ist eine noch coolere Sau.

Die Macher haben Crank 2 mit einer gigantischen Portion Selbstironie ausgestattet und demontieren lustig das ganze Action-Genre mit ihren subtilen und unsubtilen Anspielungen.

Crank 2 ist ein einziger genialer Action-Tripp, der mit Brutalität jedoch nicht zögert. Sämtliche meiner Daumen sind in die Höhe gestreckt, und wer etwas Spaß an diesem Genre hat, wird mit Crank 2 stark belohnt. Der Film strotzt vor neuen Ideen, während er auch gleichzeitig in Tarantino-Gefilden jagt, und den Zuschauer in einen Zustauner verwandelt.

Unbedingt mit Freunden oder Kollegen gucken, und gerne auch im O-Ton. Von mir 10 IMDB-Punkte.
Geschrieben von garvin in Kino / Video um 12:07 | Kommentare (2) | Trackbacks (0)
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X-Men Origins: Wolverine

Am Dienstag habe ich mir mit meinem Lieblingsbruder X-Men Origins: Wolverine im Kölner Metropolis im O-Ton angeschaut.

Im Vorfeld habe ich schlimmstes befürchtet. Während ich X-Men 1 und 2 eigentlich sehr toll fand, war mir der dritte Teil schon zu überladen und storyarm. Die Reviews zu Wolverine fielen insgesamt auch eher etwas negativ aus: Sehr flache Story, sehr wiederholend, magere Action.

Inhaltlich zeigt uns der Film, wie das Superbiest Wolverine zu seinen Adamantium-Klauen kam, und was er für eine Lebensgeschichte hinter sich hat und mit welchen Leuten er sich so rumtrieb. Das beschreibt den Film schon recht ausschöpfend, der Rest ist austaffiert mit einigen Überblicken über Wolverines Lieben und Leiden. Pretty straight forward stuff, sozusagen.

Die Actionszenen sind ganz nett, aber nicht wirklich bahnbrechend. Die Beziehungsgeflechte sind voraussehbar, klischeehaft und auch durch die X-Men Filme sowieso schon größenteils aufgegriffen. So fühlt man sich bei vielen Stellen im Film so, dass einem Dinge, die man schon längst kennt, nachträglich deutlicher erklärt werden.

Wolverine ist sozusagen die kommentierte Fassung von X-Men 1/2, und fühlt sich daher insgesamt etwas dröge an. Überraschenderweise sind viele der Special-Effects sehr billig gemacht. Die Klauen von Wolverine wackeln teilweise wie Plastik-Aufsätze hin und her, oder sind per CGI ohne Reflektionen billig eingesteckt. Die Masken der Schauspieler (vor allem dem Blob) sind offensichtlich aus Schaumstoff. Einzig Wolverins Muskeln und Adern haben mich immer staunen lassen.

Schauspielerisch fühlt sich das ganze teilweise etwas thetralisch und gekünstelt vorgetragen an. Bei weitem nicht so packend wie Watchmen beispielsweise.

Für Wolverine-Fans gibts einiges zu sehen, aber gut ist der Film eher aus dokumentarischer Sicht. 5 IMDB-Punkte von mir.



**.oo
Geschrieben von garvin in Kino / Video um 11:40 | Kommentare (3) | Trackbacks (0)
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Montag, 30. März 2009

In Bruges || Brügge sehen und sterben

Irgendwann im Laufe des Filme sehens habe ich beschlossen, dass ich Colin Farrell nicht wirklich mag. Das müsste so ungefähr in den Zeitraum von Phone Booth gefallen sein.

Diese Abneigung muss wohl hauptverantwortlich dafür gewesen sein, dass ich an In Bruges (Deutsch: Brügge sehen und sterben) immer einen Bogen gemacht habe. Das, und der toofe deutsche Titel.

Dann las ich jedoch auf eayz.net ein Review über den Film, und haben ihn mir auf die Agenda gesetzt. Endlich bin ich dann auch dazu gekommen, und kurzum:

I fucking love this film!

Das fängt bei den ersten Sätzen an und zieht sich durch den ganzen Film. Die leicht depressive Atmosphäre, ein hinreißend komischer Farrell, ein großartiger Antagonist (ich verrate mal nicht wer, denn ich war überrascht) und vor allem jede menge kultureller Späßchen. Zeitweise fühlt sich der Film zwar an wie ein Kammerspiel oder adaptierter Buchstoff, aber das tut dem Filmgenuss für mich keinen Abbruch. Und, ganz wichtig: Unbedingt im englischen Originalton gucken, sonst verpasst ihr ungefähr alles, was den Film ausmacht.

Ich kann nur fingerzeigend und eindringlich empfehlen: Schaut euch diesen Film an. Erst recht, wenn ihr Fans von Filmen wie Snatch seid. 9 IMDB-Punkte von mir. Nur über das Ende, darüber könnte man diskutieren.


****.
Geschrieben von garvin in Kino / Video um 09:34 | Kommentare (2) | Trackbacks (0)
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*Meine Bücher aus 2009 also ? reichlich verspätet, aber mir wurde erst kürzlich klar, dass ich überhaupt festhalten will [...]
Sebastian zu Da trink ich doch lieber iTee...
Di, 16.02.2010 18:16
*Schön, dass du hiermit mal wieder ein gut lesbares Lebenszeichen von dir abgegeben hast.

Über mich

Ich heiße Garvin Hicking, wohne in Köln und bin alt genug um ein Blog führen zu dürfen. Derzeit arbeite ich als Webentwickler bei Faktor E, bin gelegentlich selbständig tätig und arbeite mit PHP, (My)SQL und XHTML/ XML/ CSS/ JavaScript.

Meine Freizeit nutze ich zur Entwicklung von Serendipity und phpMyAdmin - und (nicht nur) wenn ich genug von Computer habe, genieße ich das Leben mit meiner Freundin Emba im Kino, hinter der Fotokamera, daheim oder bei unseren Freunden. Und ein Gesicht habe ich auch:
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Dieses Blog strotzt vor Komma-Fehlern. Ich bekenne eigenständig, öffentlich und freiwillig im Vollbesitz meiner geistigen und Halbbesitz meiner ortographischen Fähigkeiten, auf diese Fehlern zu bestehen und erkläre, der neuen Deutschen Rechtschreibung bisher nicht anheim gefallen zu sein. Wer zusätzliche Fehler findet, darf sie ebenfalls behalten. :-)

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