Gerade habe ich im Heise-Ticker eine Meldung über
Sonys Patent für virtuelle Sinneseindrücke gelesen. Kurzfassung ist, dass Sony angeblich eine Methode habe patentieren lassen, die per Ultraschall Sinneseindrücke (Riechen, Schmecken, Sehen, Fühlen, Gähnen, ...) direkt ins Hirn einschleust.
Was klingt wie ein verspäteter Aprilscherz oder eine Annäherung an BladeRunner ist in Wirklichkeit doch wohl das "Next Big Thing". Wie
Andy und ich ja einig sind, sollte jeder Mensch in Zukunft bionische Implantate und Neurochemische Eingriffe besitzen, sobald die Verfahren perfektioniert sind. Für jeden Gadget- und Techno-Freak ist doch das die ultimative Spielwiese: Virtuelle Welten, 10x optisch-digitaler Zoom für's Auge, Tinnitus-Signalunterdrückung direkt im Ohr und selbstprogrammierte Träume.
Letztendlich ist die Technik dafür ja seit Jahrzehnten bekannt. Hirnwellenmuster können elektrisch stimuliert, beienflusst oder ausgewertet werden. Letzten Endes ist jeder Gedanke nur eine Spannungsübertragung einiger beteiligter Synapsen - so desillusionierend das auch klingen mag. Sprich, warum sollte so eine Methode nicht wirklich machbar sein?
Allerdings denke ich, dass hier noch Jahrhunderte von Grundlagenforschung vor uns liegen. Die Gefahr, dass man mal ein paar Volt zu viel auf wichtige Hirnrundungen schickt ist ja doch recht groß, und permanente Schäden sicher auch naheliegend.
Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich Sonys Patent in Zukunft ausdrücken wird. Ein Spiel mit Geruchsunterstützung zu spielen hat sicher seinen Reiz, genauso wie in einem Prügelspiel tatsächliche Schlagschäden zu spüren.