Mittwoch, 26. Oktober 2005
We love to entertain you
...ja, dankeschön, Pro7. Ich weiß, dass ihr es lovet mich zu entertainen. Aber es entertained me no bisschen mehr, wenn ich das Pro Werbeblock dreimal um's Ohr gehauen kriege, und diese länglichen Pro7-Starforce-Trailer ständig vorgesetzt kriege.
Dass ihr die tollen Stars vor die Kamera kriegt um eure Slogans zu schwingen ist ja gut und schön, aber probiert's mal mit etwas Understatement, das kommt beim Kunden auch nicht ganz so selbstweihräucherig rüber.
Und, übrigens, gibt's euer neues HDTV-Logo auch in kleiner, nicht-animiert und nicht-nervend? Ich hoffe ja inständig, dass das nur ein TV-Total Scherz ist, und nicht das offizielle HDTV-Einblendungslogo. Damit mag ich LOST und ähnliches nämlich sicher nicht gucken.
</rant>
Dass ihr die tollen Stars vor die Kamera kriegt um eure Slogans zu schwingen ist ja gut und schön, aber probiert's mal mit etwas Understatement, das kommt beim Kunden auch nicht ganz so selbstweihräucherig rüber.
Und, übrigens, gibt's euer neues HDTV-Logo auch in kleiner, nicht-animiert und nicht-nervend? Ich hoffe ja inständig, dass das nur ein TV-Total Scherz ist, und nicht das offizielle HDTV-Einblendungslogo. Damit mag ich LOST und ähnliches nämlich sicher nicht gucken.
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Fahrenheit
Am Wochenende habe ich mir Fahrenheit geholt, nachdem ich schon die ganze Zeit ein Auge darauf geworfen hatte.
Dieses Spiel ist ein Meilenstein der Spielgeschichte für mich, aber es ist genial und nervig zugleich.
Grundsätzlich ist Fahrenheit kein Spiel, sondern ein interaktiver Film, etwas im Stile von Space Ace oder Dragon's Lair (wenn sich da jemand dran erinnern kann). Fahrenheit ist ein Mystery-Thriller-Action-Film und dreht sich um den Anti-Helden Lucas Kane, der als Besessener einen Mord begeht und dies versucht zu verarbeiten, während ihm gleichzeitig die Polizei auf den Versen ist.
In Fahrenheit spielt man keinen Einzelcharakter, sondern man spielt die Geschichte. Geschickt übernimmt man unterschiedliche Rollen des Mörders, der Polizei und anderer Beteiligter und erfährt so nach und nach unterschiedliche Brocken der Story, die sich Puzzleteil-ähnlich zusammenfügt und Hollywood-reif inszeniert ist.
Kameraführung, Dialoge, Spannungskurven und Erzählweise werden gekonnt zusammengefügt, so dass man sich wirklich wie in einem Film fühlt. Und jetzt kommen wir zu dem Schwachpunkt, dem Spiel-Element.
» Vollständiger ArtikelDieses Spiel ist ein Meilenstein der Spielgeschichte für mich, aber es ist genial und nervig zugleich.
Grundsätzlich ist Fahrenheit kein Spiel, sondern ein interaktiver Film, etwas im Stile von Space Ace oder Dragon's Lair (wenn sich da jemand dran erinnern kann). Fahrenheit ist ein Mystery-Thriller-Action-Film und dreht sich um den Anti-Helden Lucas Kane, der als Besessener einen Mord begeht und dies versucht zu verarbeiten, während ihm gleichzeitig die Polizei auf den Versen ist.
In Fahrenheit spielt man keinen Einzelcharakter, sondern man spielt die Geschichte. Geschickt übernimmt man unterschiedliche Rollen des Mörders, der Polizei und anderer Beteiligter und erfährt so nach und nach unterschiedliche Brocken der Story, die sich Puzzleteil-ähnlich zusammenfügt und Hollywood-reif inszeniert ist.
Kameraführung, Dialoge, Spannungskurven und Erzählweise werden gekonnt zusammengefügt, so dass man sich wirklich wie in einem Film fühlt. Und jetzt kommen wir zu dem Schwachpunkt, dem Spiel-Element.
Dienstag, 25. Oktober 2005
Danke Klyment, Zoan und Unbekannt! (Amazon Wunschlisten)
Auch diesmal war ein Besuch meiner alten Wohnanschrift sehr ergiebig, und ich fiepse jedesmal vor Freude, wenn ich sehe, dass mir jemand etwas von meiner Amazon Wunschliste geschenkt hat.
Diesmal möchte ich mich ganz herzlich bei Zoran Kovacevic (einem s9y-Plugin Autoren) bedanken, der mir Office Space geschenkt hat. Ein Film im Stile von Stromberg / The Office, den man ständig als Hype und Kultfilm an den Kopf geschmissen kriegt. Zwar fand ich den Film am Ende nicht herausragend, aber doch sehr unterhaltsam (6 IMDB-Punkte, for the record).
Ein weiteres Dankeschön geht an
Klyment Tan, der meine Pixar-Sammlung mit Monster AG weiter ausgebaut hat.
Last, but not least, wäre da Thomas Manns Buddenbrooks, aber leider kann ich nicht rekonstruieren, wer mir das geschenkt hat. Der Amazon-Kommentar lautete nur "Danke für den s9y-Patch (Links in HTML-Klötzen wieder tracken)." - also unbekannterweise herzlichen Dank an die Betreffende Person!
In freudiger Wunschlisten-Laune (von der auch Jannis profitiert hat) habe ich selbige übrigens diese Woche mal etwas überarbeitet und teilweise nicht mehr lieferbare Artikel in eine Unterliste verschoben und auch mal für meine eigenen Zwecke ein paar neue Artikel aufgenommen.
You guys rock!
Diesmal möchte ich mich ganz herzlich bei Zoran Kovacevic (einem s9y-Plugin Autoren) bedanken, der mir Office Space geschenkt hat. Ein Film im Stile von Stromberg / The Office, den man ständig als Hype und Kultfilm an den Kopf geschmissen kriegt. Zwar fand ich den Film am Ende nicht herausragend, aber doch sehr unterhaltsam (6 IMDB-Punkte, for the record).
Ein weiteres Dankeschön geht an
Klyment Tan, der meine Pixar-Sammlung mit Monster AG weiter ausgebaut hat.
Last, but not least, wäre da Thomas Manns Buddenbrooks, aber leider kann ich nicht rekonstruieren, wer mir das geschenkt hat. Der Amazon-Kommentar lautete nur "Danke für den s9y-Patch (Links in HTML-Klötzen wieder tracken)." - also unbekannterweise herzlichen Dank an die Betreffende Person!

In freudiger Wunschlisten-Laune (von der auch Jannis profitiert hat) habe ich selbige übrigens diese Woche mal etwas überarbeitet und teilweise nicht mehr lieferbare Artikel in eine Unterliste verschoben und auch mal für meine eigenen Zwecke ein paar neue Artikel aufgenommen.
You guys rock!
Montag, 24. Oktober 2005
Serendipity im TV
Naja, eigentlich sollte es eher heißen Der Shopblogger im TV (Focus TV, Pro7). Aber warum an solchen Titulierungskleinigkeiten aufhalten, wenn dabei sogar eine Weile die Serendipity-Oberfläche werbeträchtig ins Bild gehalten wird. Da funkelt das Programmiererherz auf - vielen dank an unser PR-Zugpferd!
Montag, 10. Oktober 2005
view - Die Bilder des Monats
Heute morgen bin ich extra früh aufgestanden, um mir dieses neue Stern-Magazin namens View - Die Bilder des Monats zugelegt.
Von der Fernsehwerbung gestern inspiriert dachte ich mir, das sei doch mal etwas nettes, unterhaltsames. So eine Art Monats-Flickr, schöne Fotorohkost ohne Schnörkel und mit lustigen, freundlichen, atmosphärischen, begeisternden oder aussergewöhnlichen Fotos. Vor allem aber etwas neues und noch nicht dagewesenes, so eine Fotostrecke ohne viel Wert auf Text. Also den Playboy mal ausgenommen.
Nach der Lektüre des Vorwortes war ich erstmal etwas ernüchtert - es gibt also doch Text zu den Artikeln. Schade, die Extra-Portion Mut für ein komplettes Bilderwerk war wohl gerade aus. Zudem noch ein sanftweichgespült-formuliertes Allerwertsvorwort über die Macht der Bilder - da hätte man sich auch etwas weniger schwammig und weniger klischeehaft formuliertes wünschen können.
Die nächste Ernüchterung folgt, als der Inhalt erst 8 Blätter (16 Seiten!!!!) anfängt. Bilder schön und gut, aber man hätte mir ruhig sagen können dass damit vorwiegende Werbe-Botschaften gemeint sind. Ist eine Erstauflage eines Stern-Spinoffs so teuer, dass man nicht gerade beim Erstwerk mit weniger Werbung protzen könnte?
Die dritte Ernüchterung im Bunde meiner Bahnfahrt waren dann die eigentlichen Fotos. Schon klar, dass spektakuläre Highlight-Fotos nicht gestochen scharf abgebildet werden können. Die Bildqualität, die View aber hier bietet ist unter aller Sau. Anscheinend werden 320x240 Pixel Vorlagen A4-füllend hochgezogen ohne Rücksicht auf JPEG-Artefakte. Ich schätze gut 2/3 aller Fotos könnten auch locker Handybilder sein. Da hätte ich mir dann lieber kleine Bilder gewünscht, die dafür nicht so schlecht aussehen.
Weiter geht es mit meiner Kritik an der Auswahl der Bilder: Während ich eher von Optimismus bei der inhaltlichen Gestaltung werbetechnisch geblendet war, wird hier der typische Nachrichten-Horror gezeigt: Explodierende Flugzeuge, Autos, Iran/Irak-Massen, tragische Unfälle und leidende Personen. Ich will mir das ja nicht alles wegdenken und ignorieren, aber ich finde man könnte sich auch ruhig mal trauen ein positives Monats-Magazin herauszugeben was die Lebensfreude betont - und nicht in Lifestyle-Magazinen ausartet. Die Chance, die View bei mir hatte, hat es mit dieser Bildauswahl jedenfalls zunichte gemacht.
Hinzu kommen die triefend subjektiven, euphorisch-ideologisierenden Textblöcke oder Artikel zu z.B. Sean Penn und Maradona. Auf einige Seiten ausgebreitet werden diese beiden Personen in höchsten Tönen gelobt und deren überstrahlende Helligkeit als Absolutes Maß der Dinge angepriesen. Nebensächlich wird auf eskalierende Drogenexzesse hingewiesen, die die Personen aber nur noch stärker geprägt haben und noch tollere Menschen aus ihnen gemacht haben. Herrje, so einen Schreibstil traue ich Bild-Journalisten zu, aber in einem seriösen Magazin könnte man durch ruhig etwas doppelsichtig herangehen und nicht noch eine Schicht des modernen Heiligentums mit Superstars heranzüchten.
Ich bin enttäuscht. Aber mit View auch erst halbfertig. Vielleicht überrascht mich noch etwas in der zweiten Hälfte des Magazins, aber insgesamt bin ich extrem enttäuscht über die mißlungene Chance.
Von der Fernsehwerbung gestern inspiriert dachte ich mir, das sei doch mal etwas nettes, unterhaltsames. So eine Art Monats-Flickr, schöne Fotorohkost ohne Schnörkel und mit lustigen, freundlichen, atmosphärischen, begeisternden oder aussergewöhnlichen Fotos. Vor allem aber etwas neues und noch nicht dagewesenes, so eine Fotostrecke ohne viel Wert auf Text. Also den Playboy mal ausgenommen.
Nach der Lektüre des Vorwortes war ich erstmal etwas ernüchtert - es gibt also doch Text zu den Artikeln. Schade, die Extra-Portion Mut für ein komplettes Bilderwerk war wohl gerade aus. Zudem noch ein sanftweichgespült-formuliertes Allerwertsvorwort über die Macht der Bilder - da hätte man sich auch etwas weniger schwammig und weniger klischeehaft formuliertes wünschen können.
Die nächste Ernüchterung folgt, als der Inhalt erst 8 Blätter (16 Seiten!!!!) anfängt. Bilder schön und gut, aber man hätte mir ruhig sagen können dass damit vorwiegende Werbe-Botschaften gemeint sind. Ist eine Erstauflage eines Stern-Spinoffs so teuer, dass man nicht gerade beim Erstwerk mit weniger Werbung protzen könnte?
Die dritte Ernüchterung im Bunde meiner Bahnfahrt waren dann die eigentlichen Fotos. Schon klar, dass spektakuläre Highlight-Fotos nicht gestochen scharf abgebildet werden können. Die Bildqualität, die View aber hier bietet ist unter aller Sau. Anscheinend werden 320x240 Pixel Vorlagen A4-füllend hochgezogen ohne Rücksicht auf JPEG-Artefakte. Ich schätze gut 2/3 aller Fotos könnten auch locker Handybilder sein. Da hätte ich mir dann lieber kleine Bilder gewünscht, die dafür nicht so schlecht aussehen.
Weiter geht es mit meiner Kritik an der Auswahl der Bilder: Während ich eher von Optimismus bei der inhaltlichen Gestaltung werbetechnisch geblendet war, wird hier der typische Nachrichten-Horror gezeigt: Explodierende Flugzeuge, Autos, Iran/Irak-Massen, tragische Unfälle und leidende Personen. Ich will mir das ja nicht alles wegdenken und ignorieren, aber ich finde man könnte sich auch ruhig mal trauen ein positives Monats-Magazin herauszugeben was die Lebensfreude betont - und nicht in Lifestyle-Magazinen ausartet. Die Chance, die View bei mir hatte, hat es mit dieser Bildauswahl jedenfalls zunichte gemacht.
Hinzu kommen die triefend subjektiven, euphorisch-ideologisierenden Textblöcke oder Artikel zu z.B. Sean Penn und Maradona. Auf einige Seiten ausgebreitet werden diese beiden Personen in höchsten Tönen gelobt und deren überstrahlende Helligkeit als Absolutes Maß der Dinge angepriesen. Nebensächlich wird auf eskalierende Drogenexzesse hingewiesen, die die Personen aber nur noch stärker geprägt haben und noch tollere Menschen aus ihnen gemacht haben. Herrje, so einen Schreibstil traue ich Bild-Journalisten zu, aber in einem seriösen Magazin könnte man durch ruhig etwas doppelsichtig herangehen und nicht noch eine Schicht des modernen Heiligentums mit Superstars heranzüchten.
Ich bin enttäuscht. Aber mit View auch erst halbfertig. Vielleicht überrascht mich noch etwas in der zweiten Hälfte des Magazins, aber insgesamt bin ich extrem enttäuscht über die mißlungene Chance.
Freitag, 7. Oktober 2005
Was vom Cometen übrig blieb...
Da nimmt man sich extra den Abend frei um sich die Comet-Verleihung anzugucken. Wie ich auf die Schnapsidee überhaupt kam, wird wohl ein garvinistisches Rätsel für alle Ewigkeiten bleiben.
Was am Ende übrig blieb, lässt sich zumindest auf ein positives aufrechnen: Ich habe von der Musicload.de-Aktion erfahren, bei der man bis Samstag einige Alben der Nominierten für den Sonderpreis von 2 Euro legal und preislich erwerben kann.
Seit Urzeiten höre ich Musik eigentlich nur noch durch Jamba-Werbung, äh, ich meine MTV/Radio und Co und bin nicht bereit, 30 Euro dafür hinzublättern. Dafür kann ich mir 20 Filme in der Videothek ausleihen oder 6 mal ins Kino gehen. Daher ist das jetzt mal eine gelungene Möglichkeit, durch meine Teilnahme (auch wenn es T-Online finanziert ist) zu demonstrieren, dass ich eine sinnvolle MP3-Downloadpreisgestaltung sehr sinnvoll finde. Mögen bitte viele diesem Beispiel folgen.
Pflichtkauf bei Musicload ist sicherlich Wir sind Helden: Von hier an blind. Ich selber habe auch noch bei den Fanta Vier zugeschlagen und einem weiteren Album, dessen Name preiszugeben ich mich zu sehr schämen würde.
Schade, dass Sidos Album nicht dabei ist, aber das ist ja derzeit auch wohl zensuriert.
Aber um nochmal auf den Cometen zurückzukommen: Selten war eine Veranstaltung ja wohl eine publizistische Farce. Während ich schon einige Nominierungen überhaupt nicht verstehen konnte (Lukas Hilbert oder DJ Tomekk als bester Künstler? Klaro, und Rüttgers als Bundeskanzler...), kann ich die Euphorie-Welle für Skrotum Bordell absolut garnicht verstehen. Zwar springe ich auf den "Bäh, dagegen!"-Zug dieser Teenie-Truppe etwas spät auf, aber das muss mal gesagt sein: Die Jungs werden in zehn Jahren entweder derbe verkokst sein, unter der Brücke wohnen oder sich längst die Birne weggeschossen haben. Deren Blicke sind so psychopatisch, dass mir niemand erzählen kann, die könnten mit ihrem Medienrummel umgehen. Das tut mir beinahe schon leid, von der Pop-Industrie so als Vorzeige-Punks und "neue Jugend" verheizt zu werden.
Sehen wir mal davon ab, dass Kioto Motel als eine der wenigen Künstler Playback gespielt haben (was einigen anderen wie leider auch den Helden ebenfalls nahezulegen gewesen wäre), war die ganze drum-rum Show doch wirklich peinlich. Selbst Stefan Raab hat nur fehlplatzierte Gags gebracht, die Terenzi-Spökesnummer war ein totaler Reinfall und auch Co-Moderation Gülcan konnte wohl eher nur mit ihrem Ausschnitt brillieren. Olli Pocher's Ausfall bei seinem Comedy-Act und späteren Preisentgegenname konnte ich persönlich ganz lustig finden, aber für die Masse der Zuschauer war das wohl eher peinlich.
Bezeichnenderweise fand ich, dass Yvonne Catterfield an diesem Abend noch am besten war - und das aus meinem Munde will was heißen, kann ich doch sonst soviel Schmalz und überschlagende Tonhöhenwechsel nicht ausstehen. Einzig die Kameraleute hätten ihr doch etwas malträtiertes Gesicht vielleicht nicht so gnadenlos in den Fokus nehmen sollen.
Aber, aus Fehlern lernt man ja - und daher weiß ich, dass ich mir dieses Jahr weder die genauso missvotete Krone anhören werde wie auch nächstes Jahr sicher nicht den Comet einschalten werde. Es sei denn, Sido moderiert das gemeinsam mit Stefan, die beiden sind ein grandioses Paar.
Was am Ende übrig blieb, lässt sich zumindest auf ein positives aufrechnen: Ich habe von der Musicload.de-Aktion erfahren, bei der man bis Samstag einige Alben der Nominierten für den Sonderpreis von 2 Euro legal und preislich erwerben kann.
Seit Urzeiten höre ich Musik eigentlich nur noch durch Jamba-Werbung, äh, ich meine MTV/Radio und Co und bin nicht bereit, 30 Euro dafür hinzublättern. Dafür kann ich mir 20 Filme in der Videothek ausleihen oder 6 mal ins Kino gehen. Daher ist das jetzt mal eine gelungene Möglichkeit, durch meine Teilnahme (auch wenn es T-Online finanziert ist) zu demonstrieren, dass ich eine sinnvolle MP3-Downloadpreisgestaltung sehr sinnvoll finde. Mögen bitte viele diesem Beispiel folgen.
Pflichtkauf bei Musicload ist sicherlich Wir sind Helden: Von hier an blind. Ich selber habe auch noch bei den Fanta Vier zugeschlagen und einem weiteren Album, dessen Name preiszugeben ich mich zu sehr schämen würde.
Schade, dass Sidos Album nicht dabei ist, aber das ist ja derzeit auch wohl zensuriert.Aber um nochmal auf den Cometen zurückzukommen: Selten war eine Veranstaltung ja wohl eine publizistische Farce. Während ich schon einige Nominierungen überhaupt nicht verstehen konnte (Lukas Hilbert oder DJ Tomekk als bester Künstler? Klaro, und Rüttgers als Bundeskanzler...), kann ich die Euphorie-Welle für Skrotum Bordell absolut garnicht verstehen. Zwar springe ich auf den "Bäh, dagegen!"-Zug dieser Teenie-Truppe etwas spät auf, aber das muss mal gesagt sein: Die Jungs werden in zehn Jahren entweder derbe verkokst sein, unter der Brücke wohnen oder sich längst die Birne weggeschossen haben. Deren Blicke sind so psychopatisch, dass mir niemand erzählen kann, die könnten mit ihrem Medienrummel umgehen. Das tut mir beinahe schon leid, von der Pop-Industrie so als Vorzeige-Punks und "neue Jugend" verheizt zu werden.
Sehen wir mal davon ab, dass Kioto Motel als eine der wenigen Künstler Playback gespielt haben (was einigen anderen wie leider auch den Helden ebenfalls nahezulegen gewesen wäre), war die ganze drum-rum Show doch wirklich peinlich. Selbst Stefan Raab hat nur fehlplatzierte Gags gebracht, die Terenzi-Spökesnummer war ein totaler Reinfall und auch Co-Moderation Gülcan konnte wohl eher nur mit ihrem Ausschnitt brillieren. Olli Pocher's Ausfall bei seinem Comedy-Act und späteren Preisentgegenname konnte ich persönlich ganz lustig finden, aber für die Masse der Zuschauer war das wohl eher peinlich.
Bezeichnenderweise fand ich, dass Yvonne Catterfield an diesem Abend noch am besten war - und das aus meinem Munde will was heißen, kann ich doch sonst soviel Schmalz und überschlagende Tonhöhenwechsel nicht ausstehen. Einzig die Kameraleute hätten ihr doch etwas malträtiertes Gesicht vielleicht nicht so gnadenlos in den Fokus nehmen sollen.
Aber, aus Fehlern lernt man ja - und daher weiß ich, dass ich mir dieses Jahr weder die genauso missvotete Krone anhören werde wie auch nächstes Jahr sicher nicht den Comet einschalten werde. Es sei denn, Sido moderiert das gemeinsam mit Stefan, die beiden sind ein grandioses Paar.
Mittwoch, 5. Oktober 2005
IMDB unterstützt öffentliche Film-Listen
It is a good day to blog...denn seit gestern unterstützt meine persönliche Lieblings-Webseite, die IMDB das veröffentlichen von eigenen Filmlisten. Angekündigt wurde dies in folgendem Forenposting:
We've just launched a new feature in My Movies - you can now make
any list (including your vote history) 'public' which will allow any
(registered) user to look at it.
Bereits seit Ewigkeiten nutze ich die IMDB-MyMovies, um dort meine Filmbewertungen zu speichern und mir Filme vorzumerken, die ich noch sehen möchte. Bis dato habe ich ein eigenes cURL-Script genutzt, was mir diese Seiten auf meiner Homepage einbindet, aber das war extrem unstabil und schrottig.
Seit gestern kann man nun ganz einfach auf seine eigenen Listen verlinken, z.B. so: Vote History.
Einziger kränkelnder Fuß: Man muss in der IMDB eingeloggt/registriert sein, um solche Listen sehen zu können.
Wie im Forenposting erwähnt wird, ist dies nur der erste Schritt von noch folgenden Erweiterungen. Dies, so finde ich, sind in der Web 2.0 Zukunft auch dringend gefordert. Mir als Filmfreak läuft jedenfalls das Wasser im Munde zusammen, wenn ich mir ein Flickr für die IMDB-Features vorstelle: XML-RPC Methoden zum Einbau, öffentliche Statistiken, Empfehlungslisten, ...
Also harre ich der Dinge, die da kommen mögen. Und werde bei nächster Gelegenheit mal meine Listen auf Vordermann bringen und mir über eine Einbindung hier ins Blog gedanken machen.
We've just launched a new feature in My Movies - you can now make
any list (including your vote history) 'public' which will allow any
(registered) user to look at it.
Bereits seit Ewigkeiten nutze ich die IMDB-MyMovies, um dort meine Filmbewertungen zu speichern und mir Filme vorzumerken, die ich noch sehen möchte. Bis dato habe ich ein eigenes cURL-Script genutzt, was mir diese Seiten auf meiner Homepage einbindet, aber das war extrem unstabil und schrottig.
Seit gestern kann man nun ganz einfach auf seine eigenen Listen verlinken, z.B. so: Vote History.
Einziger kränkelnder Fuß: Man muss in der IMDB eingeloggt/registriert sein, um solche Listen sehen zu können.
Wie im Forenposting erwähnt wird, ist dies nur der erste Schritt von noch folgenden Erweiterungen. Dies, so finde ich, sind in der Web 2.0 Zukunft auch dringend gefordert. Mir als Filmfreak läuft jedenfalls das Wasser im Munde zusammen, wenn ich mir ein Flickr für die IMDB-Features vorstelle: XML-RPC Methoden zum Einbau, öffentliche Statistiken, Empfehlungslisten, ...
Also harre ich der Dinge, die da kommen mögen. Und werde bei nächster Gelegenheit mal meine Listen auf Vordermann bringen und mir über eine Einbindung hier ins Blog gedanken machen.
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