Mittwoch, 11. Mai 2005
Altered Carbon
Von serotonic bekam ich vor einiger Zeit als kleines Dankeschön das Buch Altered Carbon (Richard Morgan) geschenkt.Das Buch wurde mir damals in meinem Bücher gesucht Eintrag von Birte und Lars empfohlen. Da ich eigentlich kein wirklicher Cyber-Sci-Fi Fan bin und den klassischen Cyberpunk-Film BladeRunner eher langweilig fand, war ich sehr gespannt, was bei diesem Buch herumkommen würde.
Takeshi Kovacs, Elite-Soldat der Envoy Corps ist von der Staatsanstellung auf etwas Söldner-ähnliches umgestiegen und schlägt sich als Mittelding zwischen Auftragskiller, Detektiv, Kleinkrimineller und Anarchist so durch's Leben. Oder eher durch mehrere Leben, denn im Jahre 2411 hat die Wissenschaft inzwischen das "Resleeving" erfunden.
Die Essenz des Menschen kann in Form eines cordical Stacks digitalisiert und damit auch multipliziert werden. Der "echte Tod" ist somit nur noch unter besonderen Umständen möglich. Das gewöhnliche Erschießen oder Altern schlägt als Todesfolge eher selten an. Kriminelle werden als Bestrafung eingefroren; ihre Körper an andere Personen vermietet und ihr Stack Jahre (oder Jahrzehnte) aufbewahrt. Häufig kriegen die Inhaftierten ihren alten Körper nicht wieder und fangen so in einem anderen "Ärmel" erneut an.
So auch Kovacs, der sich unbeliebt gemacht hat und eigentlich mehrere Jahrzehnte schmoren sollte. Stattdessen rekrutiert ihn aber der Jahrhunderte alte und einflußreiche Erdenbürger Bancroft. Der sich angeblich selber erschossen hat, durch ein Backup wiederbelebt wurde und nun gerne seinen Mord aufklären will, der von den Behörden einfach so als Selbstmord deklariert wird.
Kovacs nimmt also den Detektiv-Job an, und versumpft in einem Komplott aus Machtspielereien, Drogen- und Hurenhäusern, Virtueller Realität und den Selbstzweifeln und der Erinnerung an seine Soldatenvergangenheit...
(Seite 1 von 1, insgesamt 1 Einträge)


















