Freitag, 24. September 2004
Voll auf die Nüsse / Dodgeball
Endlich gab es mal wieder eine Sneak-Perle zu beschauen.Die Story hat man in der Form schon tausendmal gehört: Fitness-Imperium-Gott White Goodman (Ben Stiller) will das Fitnesstudio von nebenan, Average Joe's, plattmachen um dort Parkplätze zu errichten. Der Eigentümer dieses kleinen aber feinen Studios ist Peter La Fleur (Vince Vaughn) - und der sträubt sich natürlich mit aller Körperbehaarung gegen eine feindliche Übernahme. Leider fehlen ihm 50.000 Dollar um das abzuwenden. Da hilft nur eines: Beim nationalen Dodgeball-Wettbewerb mitmachen und gewinnen!
Dodgeball ist quasi ein Völkerball in Form von größtmöglicher Aggressivität beim abwerfen...
Samstag, 18. September 2004
Birbaek bloggt
Letzte Woche wurde die Homepage von Michel Birbaek von der Agentur Element 8 relauncht.Das luftige und trendige Design der neuen Seite rahmt den mindestens genauso locker-luftigen Schreibstil von Michel Birbaek schön ein. Achso, wer ist den Michel Birbaek? Er hat bisher zwei bekanntere Bücher namens Was mich fertigmacht, ist nicht das LEBEN, sondern die Tage dazwischen und das kürzlich veröffentlichte Wenn das Leben ein Strand ist, sind Frauen das Mehr. Beides sind Bücher, die Alltäglichkeiten aber auch Lebensweisheiten in wunderbarer Alternativsicht beschreiben und dabei vor allem mit viel Wortwitz brillieren.
Genau auf diesen Schreibstil trifft man auf seiner Webseite, ein Lesen der kleinen Texte lohnt sich extrem; und Birbaeks früheres Betätigungsfeld als Harald Schmidt Autor lässt sich nicht verleugnen.
Jetzt kommen wir aber zu meinem Part in dem ganzen - Birbaek hat ein Weblog verpasst bekommen. Und zwar nicht nur eins, sondern das beste des ganzen Strandes: Serendipity. Also wenn Birbaek sein Weblog mit so viel Liebe pflegt wie die Minitexte seiner Homepage, dann kann man gespannt sein!

P.N. Elrod: The Vampire Files
Natürlich finde ich in letzter Zeit noch mehr Zeit, um Bücher zu lesen. Immerhin hat sich meine Zugfahrzeit zur Arbeit seit dem Umzug von 20 auf 35 Minuten erhöht. 
Schon vor etwas längerem habe ich The Vampire Files von P.N. Elrod gelesen. Das Buch hatte ich mir schon vor einem Jahr gekauft, aber ich war nie motiviert genug, es wirklich zu lesen. Zum einen, weil das Buchformat beinahe A4 Größe einnimmt und einfach etwas ungemütlich zu lesen ist. Und zum anderen, weil es zur Zeit der Depression, also gegen 1930, in Chicago spielt.
Jack Fleming, ein Kriminalreporter, erwacht an einem Strand und wird von einem Auto erfasst; der Fahrer versucht ihn umzubringen. Bevor er das richtig verarbeitet hat, hat er den Autofahrer überwältigt, gefesselt, und im Wagen verstaut. Jedoch erst, nachdem ihm dieser Autofahrer eine Kugel durch die Brust gejagt hat, was Jack aber nicht wirklich gekratzt hat. Und so stellt sich heraus, dass er anscheinend über Nacht zum Vampir geworden ist, ohne jegliche Erinnerung daran zu haben.
Die Vampire Files stellen eine Sammlung von drei kleineren Episoden (ca. 80-90 Seiten pro Episode) dar. In dieser erste Episode handelt alles von Jacks Erlernung seiner vampirischen Fähigkeiten und der Aufklärung, wie er eigentlich zum Vampir geworden ist. Die nächsten zwei Episoden handeln dann von seinen weiteren Recherchen und Abenteuern - ganz im Stile einer Serie wie Star Trek, X-Files oder anderem. Das bemerkenswerte daran ist jedoch, dass jede Episode nahtlos aneinander anschließt.
Anita Blake - Bloody Bones
Lesestoff: Anita Blake - Bloody Bones
Nach einer längeren Anita-Pause habe ich es endlich wieder gewagt, den nächsten Teil Bloody Bones zu lesen. Wie ich ja in meinen vorigen Buchreviews schon schrieb ist die Gefahr bei der Blake-Serie, dass man von der ähnlichen Struktur und dem Schreibstil auf die Dauer etwas überdrüssig werden kann.
Genau gegenteilig hab ich mich nach der Lektüre dieses Buches gefühlt - ich würde sogar soweit gehen, dass mir dieser Teil von allen bisher am besten gefallen hat.
In Bloody Bones wird Anita dazu herangezogen, einen ganzen aufgewühlten Friedhof an Leichen wiederzubeleben um so die Besitzrechte eines großen Landstriches zu klären. Aber mal wieder funkt einiges dazwischen, und es stellt sich heraus, dass ein übermächtiger Vampir in der Gegend wirkt, und Kinder tötet oder entführt. Aufgrund dieser Entwicklung ruft Anita ihren Part-time-Lover Jean-Claude mit in die Ermittlung, und macht damit mal wieder alles noch schlimmer, als es ist. Das ganze gemischt mit einer Prise Über-Vampire, Feen und übereifriger Polizisten sorgt für genügend Zusatzspannung.
» Vollständiger Artikel
Nach einer längeren Anita-Pause habe ich es endlich wieder gewagt, den nächsten Teil Bloody Bones zu lesen. Wie ich ja in meinen vorigen Buchreviews schon schrieb ist die Gefahr bei der Blake-Serie, dass man von der ähnlichen Struktur und dem Schreibstil auf die Dauer etwas überdrüssig werden kann.Genau gegenteilig hab ich mich nach der Lektüre dieses Buches gefühlt - ich würde sogar soweit gehen, dass mir dieser Teil von allen bisher am besten gefallen hat.
In Bloody Bones wird Anita dazu herangezogen, einen ganzen aufgewühlten Friedhof an Leichen wiederzubeleben um so die Besitzrechte eines großen Landstriches zu klären. Aber mal wieder funkt einiges dazwischen, und es stellt sich heraus, dass ein übermächtiger Vampir in der Gegend wirkt, und Kinder tötet oder entführt. Aufgrund dieser Entwicklung ruft Anita ihren Part-time-Lover Jean-Claude mit in die Ermittlung, und macht damit mal wieder alles noch schlimmer, als es ist. Das ganze gemischt mit einer Prise Über-Vampire, Feen und übereifriger Polizisten sorgt für genügend Zusatzspannung.
Freitag, 17. September 2004
Collateral
Gestern war auch mal wieder Zeit für die Sneak; hoffentlich kriege ich das in Zukunft wieder was häufiger hin. Obwohl das Bonner Stern-Team sich dazu entschieden hat, die Sneak ab sofort nur noch im Filmstudio stattfinden zu lassen - und das bedeutet, keine verschiedenen Sitzreihen mehr, und eine kleinere Leinwand.Die Leinwand macht mir dabei garnicht so viel aus wie die engeren Reihen. Da ich mit meinem Knie nach 20-30 Minuten starren Sitzens immer arge Probleme kriege, setze ich mich immer nur in eine Reihe, wo ich meinen Fuß nach rechts rausstrecken kann. Im Filmstudio gibt's aber keine Mittelgänge mehr, und daher muss ich mich immer ganz rechts hinsetzen. Da sitzt es sich halt nicht so schön.
Mal gucken, wie ich das in Zukunft regeln kann, denn die anderen Sneak Previews im Umkreis sind entweder zeitlich viel zu spät (23 Uhr, da schlaf ich doch als guter Bürger schon!) oder mit überdurchschnittlich vielen Asis besetzt (Kinopo-hüstel-is). Vielleicht werde ich da auf's Woki ausweichen, das ist zumindest schön groß und auch gut erreichbar in Bonn - aber halt leider auch zeitlich spät.
Aber ich schweife ab vom Thema; gemeinsam mit Nick und Tim konnte ich gestern endlich mal wieder auch einen guten Film in der Sneak erwischen: Collateral.
Gut insofern, als das ich auch bekennender Tom Cruise-Fan bin. Und, eines vorweg: die graue Frisur steht ihm fürchterlich, da hätte man auch Richard Gere nehmen können.
Kommen wir aber zur eigentlich (mal wieder) einfach gestrickten Story von Collateral: Gutgläubiger, freundlicher und sicherheitsbedürftiger Taxifahrer Max (Jamie Foxx, der mit seiner Frisur Tom Cruise mehr als gute Konkurrenz macht) trifft auf Profikiller Vincent. Der will 5 Personen einen Besuch abstatten, mietet Max als Chauffeur, und lässt diesen durch einen unglücklichen Zufall Zeuge des Mordes an der ersten Person werden. Max wird klar, dass die anderen 4 Personen (allesamt Zeugen eines Gerichtsprozesses) von Vincent umgebracht werden sollen, aber wird von Vincent zur Beihilfe gezwungen.
Es folgt eine actionreicher, soziopathischer und stellenweise sarkastisch-lustigem Trip durch Los Angeles, in dem Vincent kühl seinen Job ausführen will und Max daran verzweifelt, dem ganzen nicht entkommen zu können...
Chronicles of Riddick
Zwar ist es schon etwas her, aber am Dienstag waren Emba, Nadine, Micha und ich im Hürther UCI-Kino in Chronicles of Riddick.Wenn ein Film mit Vin Diesel zu tun hat, erwähne ich üblicherweise ganz gerne, dass ich diesen Schauspieler ganz cool finde: Ich finde diesen Schauspieler ganz cool.
Diesmal hat es mir im UCI auch tatsächlich besser gefallen, als die vorigen Male. Ich habe sogar die Sitzplätze genossen, auch wenn direkt über mir der Projekter lautstark zu hören war, die Sitze etwas tief waren, die Leinwand etwas klein und der Sound etwas zu unsurroundig. Aber ich bin ja genügsam; so kennt man mich.

Scherz beiseite, zurück zum Film. Dieser ist ja bekanntermaßen ein Sequel zu Pitch Black. Um genau zu sein, war es mir nicht bekannt, denn ich habe den Film mit dem Computerspiel verwechselt und dachte, er spielt storytechnisch *vor* Pitch Black. Aber das tut halt nur das XBox-Spiel, der Film selber spielt einige Jahre nach Pitch Black.
Der tollkühne Ex-Gefangene, licht- und menschenscheue Riddick flieht gerade gemütlich seinen Merc-Verfolgern, die ihn in ein standesgemäßes Gefängnis zurück-überführen möchten. Das lässt der Held natürlich nicht mit sich machen, und enkommt kühn seinen Nemesissen (frei nach dem Buffy-Storyteller Andrew). Zeitgleich mit den Eintreffen Riddicks auf einem Wüstenplaneten treffen auch die Necromonger dort ein; eine religöse Sekte ähnlich der Borg, die alles und jeden assimilieren und den Rest zerstören. So wie auch den Planeten, auf dem Riddick sich befindet. Wie es der Zufall will, erfährt Riddick aber von einer Prophezeiung, die besagt, dass ein Mitglied seiner Rasse den Necromongern ein Ende setzen wird.
So beginnt ein unfreiwilliger Kampf um die Erfüllung der Prophezeiung...
Montag, 13. September 2004
The Village
Am Wochenende war ich mal wieder zu Luxuspreisen im Godesberger Kinopolis und habe mir mit ein paar Freunden The Village angesehen.Der Film wird in Trailern vollmundig als Schocker- und Psychohorrorfilm beworben, die gezeigten Ausschnitte untermauern die Werbeaussage genauso inbrünstig; storymäßig wusste ich sonst nichts von dem Film, und wollte M. Night Shyamalan nach dem vermasselten Signs noch einmal eine Chance geben.
The Village handelt von einer isolierten, Armish-ähnlichen Gemeinde zum Ende des 19. Jahrhunderts. Diese wohnen in einer kleinen Siedlung, die rings umgeben von einer deutlich markierten Grenze zum Wald ist. Denn in diesem Wald lauern die Unaussprechlichen; gierige und gefährliche Monster, die die Einsiedler in ihrer räumlichen Freiheit stark einschränken und sie immer in der Angst leben lassen, bei einer Grenzüberschreitung von den Monstern überfallen zu werden.
Vor dieser Gefahr hat Lucius Hunt (Joaquin Phoenix) aber unbeirrt wenig Angst und bittet den Gemeinderat öfters darum, das Dorf verlassen zu können, um die nächste Stadt aufzusuchen und dort Medikamente für etwaige Krankheiten zu besorgen. In diesen wagemutig-kühlen Lucius verliebt sich die blinde Ivy Walker, bis etwas schlimmes passiert...
Freitag, 3. September 2004
Kleinruppin Forever
Wo wir schon beim Thema wären: Mies. Das war nämlich der Film Kleinruppin Forever, der Silvia, Emba, Tim und mir gestern vorgeführt wurde.
Der Film handelt von zwei Zwillingen, deren Eltern sterben und die daher von unterschiedlichen Eltern adoptiert werden. Der eine, Tim Winter, kommt zu einem reichen Schnösel nach Westdeutschland. Der andere, Ronnie (beide gespielt von Tobias Schenke, bekannt aus Harte Jungs), wohnt in der DDR. Zufälligerweise trifft Tim auf einem DDR-Ausflug auf Ronnie. Ronnie bittet Tim, ihn mit in den Westen zu nehmen. Tim lehnt dankend ab. Ronnie brät Tim eins mit einer Bierflasche über, und stiehlt sich so mit dem Bus in den Westen. Traurigerweise bleibt so Tim in der DDR zurück, darf nicht ausreisen, und keiner glaubt ihm die Zwillingsgeschichte.
Glücklicherweise verliebt sich Tim in ein DDR-Mädel und versucht zeitgleich irgendwie seine Republikflucht auszuüben.
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