Am Dienstag habe ich mir mit meinem Lieblingsbruder
X-Men Origins: Wolverine im Kölner Metropolis im O-Ton angeschaut.
Im Vorfeld habe ich schlimmstes befürchtet. Während ich X-Men 1 und 2 eigentlich sehr toll fand, war mir der dritte Teil schon zu überladen und storyarm. Die Reviews zu Wolverine fielen insgesamt auch eher etwas negativ aus: Sehr flache Story, sehr wiederholend, magere Action.
Inhaltlich zeigt uns der Film, wie das Superbiest
Wolverine zu seinen Adamantium-Klauen kam, und was er für eine Lebensgeschichte hinter sich hat und mit welchen Leuten er sich so rumtrieb. Das beschreibt den Film schon recht ausschöpfend, der Rest ist austaffiert mit einigen Überblicken über Wolverines Lieben und Leiden. Pretty straight forward stuff, sozusagen.
Die Actionszenen sind ganz nett, aber nicht wirklich bahnbrechend. Die Beziehungsgeflechte sind voraussehbar, klischeehaft und auch durch die X-Men Filme sowieso schon größenteils aufgegriffen. So fühlt man sich bei vielen Stellen im Film so, dass einem Dinge, die man schon längst kennt, nachträglich deutlicher erklärt werden.
Wolverine ist sozusagen die kommentierte Fassung von X-Men 1/2, und fühlt sich daher insgesamt etwas dröge an. Überraschenderweise sind viele der Special-Effects sehr billig gemacht. Die Klauen von Wolverine wackeln teilweise wie Plastik-Aufsätze hin und her, oder sind per CGI ohne Reflektionen billig eingesteckt. Die Masken der Schauspieler (vor allem dem Blob) sind offensichtlich aus Schaumstoff. Einzig Wolverins Muskeln und Adern haben mich immer staunen lassen.
Schauspielerisch fühlt sich das ganze teilweise etwas thetralisch und gekünstelt vorgetragen an. Bei weitem nicht so packend wie
Watchmen beispielsweise.
Für Wolverine-Fans gibts einiges zu sehen, aber
gut ist der Film eher aus dokumentarischer Sicht.
5 IMDB-Punkte von mir.